Wie es dazu kam:
Als wir den Wellen Forecast der nächsten Woche für Gorgona anschauten, kamen wir zum Schluss, dass wir weiterziehen müssen. In der kommenden Woche würde die Welle nie grösser als einen Fuss sein, sprich eine Woche lang kein Surf… Somit fingen wir an neue Pläne zu schmieden.
Nach kurzem suchen fanden wir einen Flug nach Lima – Peru, welcher in unser Budget passte. Es gibt in zwei Fluggesellschaften die zu günstigen Preisen in Zentral- und Südamerika Flüge anbieten. Wir buchten unseren Flug bei Taca Airlines (475 $ retour). Wir packten unsere 7 Sachen und fuhren damit nach Panama City um da noch zwei weitere Tage zu verbringen.
Normalerweise sind wir keine Stadtmenschen und bevorzugen die Natur. Panama City hat uns aber überrascht. Wir verbrachten unsere Zeit in der Casco Viejo, der malerischen kleinen Altstadt der grossen City. Uns gefielen die kleinen Gassen mit den oft zerfallenen uralten Ruinen , abgewechselt von Streetart und gemütlichen Kaffee’s.
Nach zwei Tagen versuchten wir mit unserem 9‘0 Fuss langen Surfboardbag am Flughafen von Panama City einzuchecken, was sich jedoch als nicht ganz einfach heraus stellte. Obwohl auf der Website geschrieben stand, dass Sportgepäck bis 3 Meter für 107 $ mitgenommen würde, meinten sie beim Schalter aber, die Maschine sei zu klein für diese Grösse. Nach langem Walki-Talki hin und her und unserem Hinweis auf das Geschriebene auf der Website brachten sie es zum Glück doch noch zu stande und wir sassen im Flieger nach Peru inklusive Surfbretter.
Sieben Stunden später mit Zwischenstopp in Costa Rica landeten wir in Lima, der Hauptstadt von Peru. Von dort aus stiegen wir in den Luxus Bus von Movil Tours der uns (für 50S / 18$) über Nacht (9 Stunden) nach Trujillo fuhr. Eigentlich eine super Sache, wenn nicht unser Sitznachbar lautstark den Bus mit seinem penetranten Schnarchen wachgehalten hätte.
In Trrujillo angekommen machten wir uns sofort auf den Weg zu unserem Ziel: Hunachaco. Huanchaco ist ein kleines Dörfchen am Meer mit super konsistenten Wellen. Hier haben wir eine kleine finnische Surf-Community gefunden, die nebenbei auch noch Zimmer zu vergeben hat. Das erst vor kurzem eröffnete Hostal Lilly ist direkt am Strand und wie bereits erwähnt kann man den Surf von der Terasse aus checken. Eigentlich sogar vom Bett aus.
Im Haus ist auch ein peruweit bekannter Shaper Yenth Ccora. Ein custom 9‘0 Longboard kostet bei ihm umgerechnet 500$.
Das Leben hier ist viel billiger als in Panama. Wir zahlen umgerechnet etwa 14$ pro Tag für Übernachtung und Essen und man würde dies sogar noch günstiger hinkriegen. Es gibt billigere Unterkünfte, aber es gibt keine andere, die so perfekt auf die Bedürfnisse eines Surfers angepasst ist. Einige der Argumente die fürs Hostal Lilly sprechen: 20 Meter vom Strand entfernt, ein Zimmer von welchen man von der Terrasse aus die Wellen checken kann, einen Hauseigenen Shaper, super gesundes, unglaublich leckeres Frühstück und Abendessen für jeweils 3 $ und man kann soviel essen wie man will, Platz für zahllose Surfbretter, hergerichtete Tonnen um Neo‘s auszuwaschen, überal Hängematten – und zu unserer Freude auch Hunde.
Hier werden wir nun für eine Woche hausen und surfen und danach geht’s nach Lobitos. Eine verlassene Geisterstadt.

















